Gesichtererkennung auf Facebook: Kein Grund zur Panik!

Gesichtererkennung auf Facebook: Kein Grund zur Panik!

Written by ChiliConCharme

Topics: Tools & Anwendung

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Es ist jetzt wohl amtlich, titelt die t3n heute: Die Gesichtserkennung auf Facebook ist nun auch für Deutschland freigestalten. Und wie es in Deutschland so üblich ist, ploppen nun überall die Warnungen hoch, man möge doch erstmal seine Einstellungen so konfigurieren, dass niemand der eigenen Freunde das automatische Tagging nutzen kann. Persönlich halte ich diese Vorgehensweise als Panikmache weil:

Das Feature gibt es schon seit einigen Wochen:
Das erste Mal ist mir diese Änderung im März aufgefallen, als ich Eventbilder hoch lud. Warum jetzt die Aufruhr?

Nur Freunde können Bilder markieren:
Wenn man den eigenen Freunden nicht traut – wem dann? Probleme kriegen nur die, die Hinz und Kunz in die Freundesliste aufnehmen (bleibt bei mir dann noch die Frage offen, wie die an Bilder von mir kommen…).

Automatisches Tagging heißt nicht, kein Tagging
Missverständnis-Alert! Natürlich kann weiterhin getaggt werden, die Gesichter werden nur nicht automatisch voreingestellt.

Was ist die Wahl:
Letzten Endes haben wir zwei Möglichkeiten: Erste Möglichkeit ist, jemand lädt ein Bild hoch und markiert dich oder er lädt ein Bild hoch und markiert dich nicht. Daher: Wäre es da nicht besser, man weiß davon? Wenn ja, gibt´s wieder zwei Möglichkeiten: Bild löschen lassen oder selbst die Markierung entfernen.

Also: Habe nur ich das nicht Problem verstanden oder gibt es ein Killerargument das mir bisher nicht in den Sinn kam?

9 Kommentare Comments For This Post I'd Love to Hear Yours!

  1. Steve sagt:

    Du hast vollkommen Recht. :)

    Ich finde es jedoch nicht optimal, dass Facebook Neuerungen stets als OptOut bringt und nicht – wie es mAn sein sollte – als OptIn.

  2. Martin sagt:

    Stimme die vollkommen zu!

    @steve: seien wir doch mal ehrlich – keine sau würde die Features dann aktivieren 😉

  3. Jasmin sagt:

    Habe es zwar deaktiviert weil es mich schon zu Weihnachten etwas genervt hatte auf Kalendern & Co. mit meinem Pic zu erscheinen, aber finde die ganze Sache kein Drama. Ob jemand, der ein Pic hochläd alle auf dem Pic von Hand markiert oder auf die Bilderkennungsfunktion zurückgreift ist doch kein wirklicher Unterschied …

  4. lao_tse sagt:

    Ich verstehe es auch nicht, was mich aber nicht gehindert hat, drüber zu schreiben :)

    http://mondspiegel.de/blog/?p=186

  5. Die Bianca spricht mir wiedermal aus der Seele!
    Ich habe die Panik auch nicht nachvollziehen können.

    Wünsche, trotz aller Irrungen und Wirrungen, einen wunderschönen Tag!
    LG Micha :)

  6. Bianca sagt:

    Danke für Eure Kommentare :)

    @Steve: Interessanter Ansatz :) Von Seiten Facebooks würde jedoch ein Optin keinen Sinn machen. Und letzten Endes ist keine Plattform demokratisch – auch wenn wir es uns manchmal wünschten.

    @Martin: Yep :)

    @Jasmin: Sehe es auch so. Man mag vom Taggen halten was man will: Diese Gesichtserkennungs-Funktion ändert nichts daran.

    @Kai: Ein superklasse Artikel!! :DD

    @Florian: Dir hatte ich schon auf dem Blog kommentiert :)

    @Michael: Dir auch einen schönen Tag und danke :)

  7. Stefan Hoth sagt:

    Das Argument ist ja nicht einmal unbedingt das Ein- oder Ausschalten, sondern dass Facebook einfach alle Fotos nun nach bekannten Gesichern scanned und man das auch nicht verhindern kann (vgl. http://danielbroeckerhoff.de/2011/06/08/warum-man-die-facebook-gesichtserkennung-nicht-ausschalten-kann/ ).

    Mir missfällt grundsätzlich, wenn Daten automatisch verarbeitet werden und diese Daten dann in Beziehung gesetzt werden und ich keinen Einblick darein und keine Löschmöglichkeit habe.

  8. Bianca sagt:

    Danke Stefan für deinen wirklich interessanten Beitrag und auch für den Link.

    Mein Gedanke dazu ist, dass es im Sinne eines Social Webs ist, Daten miteinander zu verbinden, damit sich Menschen verbinden können. Und zwar unabhängig davon wo sie leben oder arbeiten, sondern nach Thema und Interessen. Ich kann aber gut verstehen, dass die Datenkombination Angst macht (ganz zu schweigen davon, dass es in DE verboten ist), weil dahinter das große unbekannte Etwas ist, das irgendwann zu mächtig werden und keiner mehr steuern kann. Daher ist es auch so wichtig, dass uns bewusst ist, was wir raus geben und was nicht. Und es wird darüber hinaus immer wichtiger uns darüber bewusst zu sein, dass alles, was wir offline sagen, tun und lassen immer auch im Netz landen KANN. Wie kürzlich, als ich einen Tweet las, wo ein Kunde sich über inkompetenten Aussagen eines derzeit bei ihm anwesenden Beraters auslies. Die Trennung online und offline verschwimmt zusehens: Offliner sind bereits online – ob sie wollen oder nicht.

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