Das Apple-Konzept ist wie das der DDR
Samstag, den 14. November 2009 um 21:50 Uhr

Seit Amazon sich gekaufte Bücher per Knopfdruck einfach wieder zurückgeholt hat, ist die Diskussion entbrannt, was denn wirklich uns gehört und was noch dem Hersteller. Der Fall Amazon: Hier hat das Unternehmen via Fernanweisung zwei Bücher aus dem digitalen Datenbestand seiner Kunden gelöscht. Das Geld bekamen sie zwar zurück und auch ein Gutschein wurde ausgestellt. Was jedoch bleibt, ist der Eingriff in die Privatsphäre.

Lassen wir uns digital entmündigen?

Dieser Film des ZDFs zeigt es noch ein bisschen deutlicher. Stabilität und Sicherheit sind die Feinde der Freiheit. So zumindest soll es wohl heißen. Persönlich kann ich mich dem nicht ganz überhaupt nicht anfreunden, wenn gleich mir durchaus bewusst ist, dass Entwickler jederzeit auf meine Programme zugreifen können. Nein, ein Apple Produkt besitze ich nicht, dafür aber eins von Microsoft - und das ist kein Stück anders.

Get Adobe Flash player

Oder sehen wir doch einmal Google an: Hat uns Google nicht ein Stück weit diese Freiheit im Netz beschert? Ich denke ja. Und weil wir nun Googles Produkte nutzen, vielleicht dafür bezahlen (z.B. AdWords) ist das schlecht, weil der Entwickler jederzeit das Licht auspusten oder die Preise höher setzen könnte? Man bedenke, es gäbe keine Alternative, zumindest keine, die mir bekannt ist. Der Film denkt meiner Meinung nach nicht weit genug. Der Blickwinkel mag am Anfang interessant sein und gerade auch für Apple-Kritiker. Aber wer fragt denn hier mal nach, was Apple, Microsoft, Google und Co. davon hätten, wenn sie ihre Kunden verärgern? Höchstens weniger Umsätze und das ist nicht das, was sie wirklich anstreben.

Also mein Fazit: Heiße Luft, die beim ersten Mal vielleicht interessant wirkt aber bei näherer Betrachtung schnell an Sinn verliert.

 

Kommentar schreiben

Deine eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Sicherheitscode
Aktualisieren